Jazz am Helmholtzplatz
Berlin

International Urban Exchange Program for Local Jazz Communities

Swap and Swing – International Exchange Program for Local Jazz Communities

Einige wenige berühmte Jazzmusiker*innen repräsentieren den internationalen Jazz. Die eigentlich kreative und professionelle Jazzszene spielt sich auf lokaler Ebene in verschiedensten Städten ab und entwickelt das vorhandene musikalische Material fort. Bei der Entstehung des Jazz in den USA haben internationale Strömungen und lokale Entwicklungen aufeinander eingewirkt, afro-synkretistische Polyrhythmik traf auf die europäische Operette. Auch heute noch lebt der Jazz von internationalen Einflüssen, doch absorbiert er ebenso lokale Traditionen. Die lokalen Jazzszenen sind der Nährboden des internationalen Jazz, oft setzen sie sich aus Musiker*innen  unterschiedlichster Herkunft zusammen. Gleichzeitig sind es vor allem die wenigen, großen Stars, die kommerziellen und wirtschaftlichen Erfolg haben. Die lokalen Jazzszenen der verschiedenen Länder und Regionen werden nur gelegentlich und punktuell von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen, oft gibt es zwischen ihnen keine Vernetzung. In mancherlei Hinsicht wird die „Internationalität“ des Jazz manchmal auch für zu selbstverständlich erachtet oder schnell eigenständige musikalische Ausdrucksweisen als individueller Beitrag zum Jazz gewertet, obwohl subtilere Prozesse zum Tragen kommen, die eine Auseinandersetzung mit regionalen und lokalen Einflüssen voraussetzen. 

 Das Programm „Swap and Swing  - International Exchange Program for Local Jazz Communities“ soll zur Vernetzung und zum künstlerischen Austausch zwischen der Berliner und anderen lokalen Jazzszenen dienen. Bisher handelt es sich um eine Idee, es muss Förderung dafür beantragt werden. Das Verb „to swap“ bezieht sich auf den Austausch, das Verb „to swing“ auf die emotionalen und physischen Schwingungen, die der Jazz in seiner Komplexität beim Zuhören auslöst.

Umsetzung: Ausgangspunkt des Austausches ist zunächst die Berliner Jazzszene. Eine Anzahl von Bands und individuellen Musiker*innen aus Berlin und aus der jeweiligen Partnerstadt nehmen an dem Austausch teil. Der Zeitraum des Austausches beträgt maximal zehn Tage.  Jazzlocations in Berlin erklären sich bereit,  die  Konzerte in einem konzentrierten Zeitraum von einer Woche aus dem Austauschprogramm zu beherbergen, ebenso erklären Jazzlocations aus der Stadt, mit der der Austausch stattfinden soll, dass sie die Konzerte während einer Woche präsentieren werden. Eine Woche lang gibt es jamsessions und Konzerte. Es können einzelne Musiker*innen und Bands eingeladen werden. Diese können in ihren Ausgangsensembles auftreten und ihre Arbeit präsentieren, müssen sich aber auch mit Bands der Partnerstadt über jamsessions mischen und mit ihnen gemeinsam musizieren - die Entwicklung gemeinsamer Projekte ist erwünscht. Die Konzerte werden insgesamt zwei Mal gegeben – einmal in der Heimat - und einmal in der Partnerstadt. Eventuell könnten alle Beteiligten an einem Ort wohnen, wo auch Konzerte möglich sind – die lokalen Jazzclubs sollten aber unbedingt mit einbezogen werden. Die Reise, die Teilnehmer*innen, die Zusammenarbeit, die lokalen Jazzszenen und die Konzerte werden in den sozialen Medien ausführlich mit Fotos, Videos, Audioaufnahmen, Interviews und Texten dokumentiert. Jede Jazzgemeinschaft soll in ihren Eigenheiten, ihren musikalischen Traditionen und Einflüssen porträtiert werden. Die Musiker*innen stehen dabei natürlich im Vordergrund. Auch wirtschaftliche, soziale und kulturpolitische Themen können angesprochen werden. Zusätzlich sollen Podiumsdiskussionen stattfinden. 

1) ROTTERDAM - mit Greg Smith, Codarts/Rotterdam (in Planung)


English
Swap and Swing - International Exchange Program for Local Jazz Communities

Only few famous jazz musicians represent the international jazz. The  creative and professional jazz scene  acts on a local level  where its members develop new ideas based on  the existing musical material. When jazz came into being in the USA, international currents and local developments influenced each other, afro-syncretistic polyrhythmics met European operetta. Even today, jazz lives from international influences, but it also absorbs local traditions. The local jazz scenes are the breeding ground for international jazz, and they are often made up of musicians from different backgrounds. At the same time, only few big stars have commercial and economic success. The local jazz scenes in the various countries and regions are only occasionally and selectively noticed by the public, and there is often no network between them. Sometimes the “internationality” of jazz is taken for granted or independent musical expressions are quickly assessed as an individual contribution to jazz, although more subtle processes come into play that require an examination of regional and local influences.

 The program "Swap and Swing - International Exchange Program for Local Jazz Communities" is intended to facilitate networking and artistic exchange between Berlin's and other local jazz scenes. The project is still in development - application for funding is necessary. The verb “to swap” relates to the exchange, the verb “to swing” to the complexity of emotional and physical vibrations that jazz triggers inside the musicians and listeners.

Implementation: The starting point for the exchange is the city of Berlin and it´s jazz scene. A number of bands and individual musicians from Berlin and from the respective twin cities take part in the exchange. The exchange period consists of a maximum of ten days. Jazz locations in Berlin agree to host the concerts from the exchange program for a concentrated period of one week, and jazz locations from the city with which the exchange is to take place declare that they will present the concerts during one week either. There are jam sessions and concerts during that period of time. Individual musicians and bands can be invited. They can perform in their original ensembles and present their work, but they also have to mix with bands from the twin city via jam sessions and play with them - the development of joint projects is encouraged. The concerts are given twice - once in the home town and once in the twin town. All those involved could possibly stay in a place where concerts are also possible - but the local jazz clubs should definitely be included. The trip, the participants, the collaboration, the local jazz scenes and the concerts are documented in detail on social media with photos, videos, audio recordings, interviews and texts. Each jazz community should be portrayed in its peculiarities, musical traditions and influences. The musicians and their work are in the focus of that documentation, but economic, social and cultural-political issues can also be addressed. Panel discussions are also to take place.  

1) ROTTERDAM - with Greg Smith, Codarts/Rotterdam (planned)